Sauna
Eine eigene Gartensauna macht aus dem Garten einen privaten Wellnessbereich und ermöglicht entspannte Saunagänge unabhängig von öffentlichen Einrichtungen. Vom klassischen Saunahaus über die moderne Gartensauna bis zur Fasssauna gibt es heute zahlreiche Varianten.
Doch welche Größe ist sinnvoll? Welches Holz eignet sich? Soll die Sauna mit einem Elektro- oder Holzofen beheizt werden? Und wie lässt sich eine Gartensauna mit einem Whirlpool kombinieren?
Dieser Ratgeber zeigt die wichtigsten Punkte, die man vor dem Kauf berücksichtigen sollte.
Gartensauna – worauf sollte man beim Kauf achten?
Vor dem Kauf sollte zunächst geklärt werden, wie und von wie vielen Personen die Sauna genutzt werden soll.
Wichtige Kriterien sind:
- Größe und Anzahl der Sitz- und Liegeplätze
- Wandstärke und Dämmung
- Holzart
- Saunaofen
- Stromanschluss beziehungsweise Schornstein
- Tür und Verglasung
- Belüftung
- Untergrund und Fundament
- Platzbedarf rund um die Sauna
- Pflege und Witterungsschutz
Auch der Standort sollte bereits vor dem Kauf feststehen. Eine große Gartensauna benötigt deutlich mehr Platz als eine kompakte Fasssauna.
Sitz- oder Liegeplätze?
Wer hauptsächlich kurze Saunagänge macht, kommt möglicherweise mit einer kleineren Sauna aus. Für längere Aufenthalte sind großzügige Liegeflächen komfortabler.
Für zwei Personen kann eine kompakte Gartensauna ausreichend sein. Familien oder regelmäßige Saunagänge mit Freunden sprechen eher für ein größeres Modell.
Fasssauna oder Gartensauna – welche Unterschiede gibt es?
Fasssauna und klassische Gartensauna unterscheiden sich vor allem durch ihre Bauform und das Raumkonzept.
Eine Fasssauna besitzt den charakteristischen runden beziehungsweise gebogenen Aufbau. Sie wirkt kompakt und fügt sich besonders gut in natürliche Gärten ein.
Eine klassische Gartensauna erinnert dagegen eher an ein kleines Gartenhaus. Dadurch lassen sich Innenräume flexibler gestalten. Einige Modelle verfügen beispielsweise über einen Vorraum, eine Terrasse oder einen separaten Umkleidebereich.
Fasssauna
Vorteile:
- außergewöhnliche Optik
- kompakte Bauweise
- schnelle Erwärmung des Innenraums möglich
- passt gut in natürliche Gartenlandschaften
Klassische Gartensauna
Vorteile:
- flexible Raumaufteilung
- größere Innenräume möglich
- häufig Vorraum oder Umkleidebereich
- viele unterschiedliche Designs
Welche Variante besser passt, hängt deshalb vor allem vom vorhandenen Platz und den eigenen Vorstellungen ab.
Welche Größe sollte eine Gartensauna haben?
Die richtige Größe hängt von der Personenzahl und der gewünschten Nutzung ab.
Für zwei Personen kann eine relativ kompakte Sauna ausreichen. Wer regelmäßig mit mehreren Personen saunieren möchte, sollte entsprechend mehr Platz einplanen.
Dabei sollte man nicht nur die reine Saunafläche berücksichtigen. Zusätzlich können Vorraum, Terrasse, Eingangsbereich und Außenflächen benötigt werden.
Grobe Orientierung
| Nutzung | Sinnvolle Größe |
|---|---|
| 1–2 Personen | kompakte Sauna |
| 2–4 Personen | mittlere Gartensauna |
| 4–6 Personen | größere Gartensauna |
| Familie / mehrere Personen | großzügiges Saunahaus |
Die tatsächlichen Maße unterscheiden sich je nach Modell deutlich.
Welche Holzarten eignen sich für eine Gartensauna?
Holz ist das zentrale Material einer Gartensauna. Es sollte deshalb robust sein und mit wechselnden Temperaturen und Feuchtigkeit gut umgehen können.
Häufig verwendet werden beispielsweise:
Fichte
Fichte ist vergleichsweise preisgünstig und wird häufig für Saunahäuser verwendet. Das helle Holz erzeugt eine klassische Saunaoptik.
Nordische Fichte
Nordische Fichte wächst unter kälteren klimatischen Bedingungen langsamer und besitzt häufig eine entsprechend gleichmäßige Struktur. Sie wird häufig für hochwertige Gartenhäuser und Saunen verwendet.
Thermoholz
Thermisch behandeltes Holz wird durch eine spezielle Wärmebehandlung widerstandsfähiger gegenüber Feuchtigkeit. Gleichzeitig erhält es eine dunklere, moderne Optik.
Thermokiefer
Thermokiefer kann ebenfalls eine interessante Wahl für den Außenbereich sein und bietet eine charakteristische dunkle Holzoptik.
Für den Innenraum werden teilweise andere Holzarten verwendet als für die Außenverkleidung. Wichtig ist, dass die verwendeten Materialien für die jeweiligen Bedingungen geeignet sind.
Elektro- oder Holzofen für die Gartensauna?
Eine wichtige Entscheidung beim Kauf ist die Wahl des Saunaofens.
Elektroofen
Der Elektroofen ist besonders komfortabel. Nach dem Einschalten übernimmt der Ofen das Aufheizen, ohne dass Holz nachgelegt werden muss.
Vorteile:
- einfache Bedienung
- gut regelbare Temperatur
- kein Holzvorrat erforderlich
- komfortabler Betrieb
- gut für regelmäßige Nutzung
Voraussetzung ist allerdings eine geeignete elektrische Installation. Leistungsstarke Saunaöfen müssen von einer qualifizierten Elektrofachkraft angeschlossen werden.
Holzofen
Ein Holzofen erzeugt dagegen eine besonders ursprüngliche Atmosphäre.
Vorteile:
- unabhängiger vom Strom für die Wärmeerzeugung
- traditionelles Saunaerlebnis
- angenehmes Feuergefühl
- interessant für naturnahe Wellnessgärten
Allerdings benötigt ein Holzofen mehr Vorbereitung. Außerdem müssen Schornstein, Brandschutz und die jeweiligen örtlichen Vorschriften berücksichtigt werden.
Wie viel Strom verbraucht eine Gartensauna?
Der Stromverbrauch hängt vor allem von der Leistung des Saunaofens, der Aufheizdauer, der Dämmung und der gewünschten Temperatur ab.
Ein Beispiel:
Ein Saunaofen mit 9 kW Leistung, der eine Stunde mit voller Leistung läuft, würde theoretisch etwa 9 kWh Energie verbrauchen.
In der Praxis läuft der Ofen jedoch nicht dauerhaft mit voller Leistung. Sobald die gewünschte Temperatur erreicht ist, wird die Heizleistung geregelt beziehungsweise der Ofen schaltet zeitweise ab.
Der tatsächliche Verbrauch kann deshalb deutlich niedriger liegen.
Auch die Außentemperatur spielt eine Rolle. Im Winter benötigt eine Gartensauna normalerweise mehr Energie als im Sommer.
Wie lange dauert es, eine Gartensauna aufzuheizen?
Die Aufheizzeit hängt von mehreren Faktoren ab:
- Größe des Saunaraums
- Leistung des Ofens
- Wandstärke und Dämmung
- Außentemperatur
- gewünschte Temperatur
- Anzahl und Größe der Glasflächen
Als grobe Orientierung kann eine Gartensauna häufig etwa 30 bis 90 Minuten benötigen, um eine angenehme Saunatemperatur zu erreichen.
Eine gut gedämmte kleinere Sauna kann schneller warm werden. Große Saunaräume mit umfangreicher Verglasung benötigen dagegen häufig mehr Zeit.
Bei einer Fasssauna kann die spezielle Bauform ebenfalls Einfluss auf das Aufheizverhalten haben.
Gartensauna im Winter
Der Winter ist für viele Saunafans eine besonders reizvolle Jahreszeit.
Wenn draußen Schnee liegt und die Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt liegen, entsteht ein starker Kontrast zwischen der kalten Umgebung und der warmen Sauna.
Eine Gartensauna sollte für den ganzjährigen Betrieb entsprechend geeignet sein. Eine gute Dämmung, eine robuste Konstruktion und ein geeigneter Ofen spielen dabei eine wichtige Rolle.
Besonders wichtig ist außerdem ein sicherer Zugang. Wege zur Sauna sollten auch bei Schnee und Eis gut begehbar sein.
Eine Beleuchtung entlang des Weges sorgt zusätzlich für Sicherheit und Atmosphäre.
Gartensauna im Sommer
Auch im Sommer kann eine Gartensauna genutzt werden. Allerdings sollte der Wellnessbereich so gestaltet werden, dass man sich zwischen den Saunagängen angenehm abkühlen kann.
Besonders praktisch sind:
- Gartendusche
- kleiner Pool
- Whirlpool
- Liegestühle
- schattiger Ruhebereich
- Gartenlounge
Nach dem Saunagang kann man sich beispielsweise unter einer Gartendusche abkühlen und anschließend auf einer komfortablen Gartenliege entspannen.
Auch eine Nutzung am Abend ist besonders angenehm, wenn die Außentemperaturen etwas zurückgehen.
Sauna und Whirlpool kombinieren
Eine Gartensauna und ein Whirlpool ergänzen sich hervorragend.
Beide Produkte erfüllen unterschiedliche Funktionen und können zu einer kompletten Wellnesslandschaft verbunden werden.
Ein möglicher Ablauf könnte sein:
Sauna → Abkühlung → Ruhephase → Whirlpool
Nach dem Saunagang kann zunächst eine Abkühlung erfolgen. Anschließend bietet sich eine Ruhephase an. Der Whirlpool kann danach als zusätzlicher Entspannungsbereich genutzt werden.
Bei der Gestaltung sollten Sauna und Whirlpool möglichst nah beieinander liegen. Gleichzeitig sollte ausreichend Platz für Wege und eine komfortable Nutzung vorhanden sein.
Eine Gartenlounge kann den Wellnessbereich zusätzlich ergänzen.
So entsteht eine komplette Wellness-Oase
Eine besonders harmonische Kombination besteht aus:
Gartensauna + Whirlpool + Gartenlounge + Gartendusche + Beleuchtung
Die Sauna bildet den eigentlichen Wellnessbereich. Der Whirlpool sorgt für warmes Wasser und Entspannung. Die Gartenlounge bietet Platz zum Ausruhen und die Gartendusche dient zur Abkühlung.
Pflanzen, Sichtschutz und warmweiße Beleuchtung verbinden die einzelnen Elemente optisch miteinander.
So entsteht aus mehreren einzelnen Produkten ein zusammenhängender Wellnessbereich.
Fazit
Beim Kauf einer Gartensauna sollte nicht nur das Design betrachtet werden. Entscheidend sind vor allem Größe, Bauweise, Holzart, Dämmung, Ofen, Standort und die spätere Nutzung.
Eine Fasssauna ist kompakt und charaktervoll, während ein klassisches Saunahaus mehr Möglichkeiten bei der Raumaufteilung bietet. Beim Ofen stehen Komfort und einfache Bedienung beim Elektroofen einer besonders ursprünglichen Atmosphäre beim Holzofen gegenüber.
Wer die Gartensauna zusätzlich mit einem Whirlpool, einer Gartenlounge, einer Dusche und einer stimmungsvollen Beleuchtung kombiniert, kann daraus eine ganzjährige Wellness-Oase im eigenen Garten schaffen.